Gretchen Berlin – Drum and bass

Infos

Bezirk:

Kreuzberg

Adresse:

Obentrautstr. 19-21

Öffnungszeiten:

Fr + Sa ab 23.30h + Zusatztermine

Floors:

2

Preise/Eintritt::

Party ab 8€ – Konzerte mehr

Besonderheiten:

Innovatives Booking, Outdoor-Bereich im Sommer. Die ehemaligen ICON Betreiber verstehen ihr Handwerk.

Musikstile:

Drum + Bass Dubstep Electro IDM Nu-Jazz

Typ:

Bar, Club, Liveclub

Webseite:

http://www.gretchen-club.de

Gretchen

Gretchens Programm als (Live-)Club spiegelt die Vielschichtigkeit der aktuellen musikalischen Strömungen wieder.

Gretchen Berlin ist elektronisch bis unplugged, präsentiert DJ-Sets und Live-Konzerte. Musikalische Qualität von Genre und Künstler sind entscheidend, nicht begrenzte Vorstellungskraft, Borniertheit oder Langeweile.

Der Ort repräsentiert Berlin, gibt nationalen und internationalen Künstlern, deren Labels, aber auch Newcomern eine Plattform. „Berlin’s premier club for leftfield beats.“ (earmilk) Mitten in Kreuzberg, in den ehemaligen Stallungen des preußischen 1. Garde-Dragoner-Regiments Königin Victoria von Großbritannien und Irland von 1854, präsentiert sich der Nightclub in historischem Charme gepaart mit coolem Clubdesign.

G

Die Örtlichkeit ist nach einer Figur aus Goethes Faust benannt und befindet sich in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das früher als kaiserlicher Pferdestall diente.

Das wunderschöne Kreuzgewölbe, die filigranen Säulen werden von Beats und Bässen beschallt, Lichtinstallationen umspielt und einem musikalisch interessierten Publikum freigegeben. Das Wort steht für Reinheit, Ehrlichkeit und Unschuld. Gleichzeitig ist sie für Goethe’s Faust Objekt der Begierde. Getchen ist aber auch die vielleicht brutalste Serienkillerin in der modernen Literatur. STRAIGHT sind am Ende beide…

Die Location befindet sich in Kreuzberg direkt im ehemaligen Fabrikgelände. Gefeiert wird hier bei den besten Beats zu Electro Dubstep und NewJazz. Die altehrwürdigen Hallen bieten die perfekte Atmosphäre für einen Club dieser Art und das Gretchen ist auch ganz typisch für Berlin.

Hier beschränkt sich noch alles auf das Wesentlichste und das ist eben die Musik. Auch bei der Silvesterparty bleibt sich die Örtlichkeit treu Drum’n’Bass, Trap, Funk, Soul werden auf insgesamt drei Floors angeboten.

embedded Gretchen Berlin

Selbstverständlich haben die Inhaber das Fabrikgelände ein wenige modernisiert. Nach einem ausgelassenen Tanz können sich die Gäste in den Loungemöbeln erholen und ein leckeres und kühles Getränk zu sich nehmen.

Das Gretchen in Berlin gehört derzeit zu den bekanntesten Nachtclubs der Stadt und der Andrang ist besonders am Samstag immer sehr groß. Sie möchten eine ausgelassen gute Electro Party besuchen? Dann ist dieses Tanzlokal in Berlin Kreuzberg sehr empfehlenswert.

Aufgrund der sehr guten Lage, erreichen Sie die Eventlocation einfach und bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Getanzt und gefeiert wird selbstverständlich bis die Sonne aufgeht. Der Dresscode ist in diesem Club locker, Du kannst kommen wie Du willst.

Die Getränke sind kühl und günstig und die Musik laut und gut – was kann von einem Nachtclub in Berlin noch mehr verlangt werden? Das Gretchen ist immer einen Besuch wert.

Kommende Veranstaltungen

https://gretchen-club.de/

Erfahrungen und Kommentare:

Cindy Drama Queen

Gretchen ist seit 2011 geöffnet und hat eine solide Erfolgsbilanz, wenn es darum geht, Musikliebhaber mit ausgesuchten Acts – sowohl DJs als auch Live – aus dem gesamten musikalischen Spektrum zu begeistern.
Je nach Nacht kann das Line-Up in Richtung Electronica, Drum’n’Bass, Funk, Hip-Hop, Jazz oder sogar Akustik-Sessions tendieren.

Traditionell kommt zum Beispiel an jeden ersten Samstag im Monat die Partyreihe Recycle zusammen und feiert im Gretchen die goldenen Zeiten des Icon Clubs (1996 – 2012).

Die Partyserie Recycle startete schon in den 90er Jahren, damals noch im Acud.
Später zog sie dann ins Icon.
Das brachte ihr mehr Aufmerksamkeit und damit mehr Menschen, die zu den Veranstaltungen erschienen.
Natürlich gab es noch andere gute Partys in der Stadt, aber keine davon war wöchentlich, was im Grunde genommen bedeutete, dass man, wenn man Drum’n’Bass mag, wusste, wo man jeden Samstag hingehen kann, ohne herumzufragen oder sich in den Clubs so viele Flyer wie möglich zu schnappen.

Giovanna Pessi (Barockharfe), Susanna K. Wallumrød (Gesang), Jane Achtman (Viola da Gamba) und Marco Ambrosini (Nyckelharpa) bei der Yellow Lounge im Gretchen am 29.02.2012 in Berlin. DJs: Canisius und Sick Girls, VJ: videogeist Foto: Stefan Hoederath, +

Denkt daran, dass wir über die Mitte der 90er Jahre sprechen, als man nicht einfach ganz schnell auf Facebook gehen und nachschauen konnte, was am nächsten Wochenende los ist.
Recycle – Berlins feinster Drum’n’Bass wurde ein Name, der in ganz Deutschland bekannt wurde, und die Leute reisten sogar aus anderen Städten an, um im Icon Club zu feiern. Es waren gute Zeiten, Jungle und Drum’n’Bass waren ein junges Genre, und es schien, als gäbe es keine Einschränkungen oder Restriktionen.
Während andere Crews und Veranstalter versuchten, regelmäßige Drum’n’Bass Nächte in Berlin zu etablieren, aber scheiterten oder nach kurzer Zeit aufgaben, machten die Recycle Partyreihe mit feinste Drum’n’Bass Nächte in Berlin weiter und schafften es sogar, die Zeiten zu überleben, in denen viele Kritiker das Genre für tot erklärten.
Wahrscheinlich war gerade die Atmosphäre bei den Veranstaltungen ein großer Punkt für den Erfolg der Partyreihe.
Da war dieses Gefühl, zu einer Party bei guten Freunden zu kommen, wo man vielleicht nicht jeden kennt, aber trotzdem miteinander plaudern und feiern kann.
Wie bei allen erfolgreichen Partyreihen muss aber auch die jeweilige Location als Erfolgsfaktor beachtet werden, in der die Partyreihe stattfindet.
Die Barkeeper benutzten keinen Messbecher, was sicherlich zum Vorteil der Leute war, und die Preise waren fairer als in den meisten anderen Berliner Clubs.

Das Icon lag in einem alten roten Backsteingebäude in Prenzlauer Berg, das in den frühen 1900er Jahren eine Brauerei war, die einen riesigen Katakomben artigen Keller hatte. Dort wurde der Icon Club geboren.

Was machte das Icon so besonders?
Offensichtlich haben es die Macher des Icon irgendwie geschafft einen besonderen Veranstaltungsort zu kreieren.
Wahrscheinlich war es eine Mischung aus den richtigen Buchungen und dem richtigen Personal, die den Leuten das Gefühl gab, mit Freunden zu feiern, egal ob man gleich um die Ecke wohnte oder als Tourist unterwegs war.
Die Stammgäste des Ikons hebten die familiäre Atmosphäre zwischen Personal und Publikum, die freundliche Tür und die friedliche Stimmung auf den Partys hervor, unabhängig davon wie voll die Location war.

Das Icon fiel 2012 der Gentrifizierung im Prenzlauer Berg zum Opfer.
Traurige Zeiten nicht nur für die Berliner Drum’n’Bass -Szene, sondern auch für die lokale Clubszene selbst, denn die Gentrifizierung begann das Nachtleben der Hauptstadt stark zu beeinflussen.
Es gab besonders in Mitte und im Prenzlauer Berg, den Hochburgen der 90er, immer weniger Clubs und Partys.

Glücklicherweise waren die Macher des Icon klug genug, sich bereits Anfang 2011 auf die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort zu machen und fanden die Räume in Kreuzberg, in denen sie die Location eröffneten.

Hinter dem unscheinbaren Äußeren verbirgt sich ein höhlenartiger Raum mit einem hohen Kreuzgewölbe und schlanken Säulen aus der Zeit, als hier die Ställe eines preußischen Kavallerieregiments aus dem 19.
Der Name Gretchen wurde übrigens von einer Figur in Goethes berühmtem Stück „Faust“ inspiriert.

Obwohl der Club erst in der jüngsten Vergangenheit eröffnet wurde, haben sich viele Menschen in ihn verliebt.

Die Betreiber setzen sich für alternative Musikgenres ein.

Jembaa Groove @Gretchen, Berlin 27.03.2022

Recycle zog mit hierher.
Mit dem neuen Club hat sich viel verändert.
Die Frequenz und das LineUp der Partys der Reihe wurden geändert.
Wenn bei den Partys im Icon Club normalerweise ein oder zwei besondere Gäste bei jeder Veranstaltung auftraten und feierten und die Partys im Wochenrhythmus stattfanden, wurde im Gretchen die neue Idee umgesetzt: Es gab weniger, aber dafür größere Veranstaltungen.
Von nun an fanden die besten Drum’n’Bass-Abende Berlins ein- oder zweimal im Monat statt. Die Anzahl der Gäste erhöhte sich auf bis zu vier Gäste.

Außerdem wurden zusätzlich die so genannten Classix-Nächte veranstaltet, was aber schon im Icon begann.

Das Konzept dieser Nächte besteht darin gemeinsam mit anderen Crews zu feiern. Es werden Freunde und Einheimische aus anderen Crews eingeladen, um ihre persönlichen Klassiker, Hits und Evergreens des Genres seit seiner Entstehung zu spielen. In diesem Sinne ist das eine kleine Geschichtsstunde für das jüngere Publikum und einen Ort der Erinnerung für die Älteren.

Nach vielen weiteren erfolgreichen Jahren im Gretchen ist diese Partyreihe legendär. Recycle hat seinen Platz behauptet und bewiesen, dass es die Spitzenklasse von Drum’n’Bass ist und nicht umsonst Berlins feinster Drum’n’Bass genannt wird.

Jede Veranstaltung ist ein weiteres Zusammentreffen von Menschen mit gleichen Interessen, die sich amüsieren, Party machen und gute Musik hören wollen.

Es liegt etwas abseits der ausgetretenen Pfade von Kreuzberg und Friedrichshain, versteckt in einer Ecke Kreuzbergs, abseits der anderen Nachtclubs. Willkommen in Kreuzberg 61, in der Nähe vom Mehringdamm und der Bergmannstrasse.

Das Gretchen, ein unaufdringliche Tanzclub mit einem guten Sound, eine eklektische, kulturübergreifende Besetzung und ein gemischtes Publikum inmitten einer historischen Umgebung.
Dies wird euch eine Reihe herausragender Erlebnisse bescheren, und ihr werdet euch in das verlieben, was ihr dort erlebt.

Tanja

Gretchen ist seit 2011 geöffnet und hat eine solide Erfolgsbilanz, wenn es darum geht, Musikliebhaber mit ausgesuchten Acts – sowohl DJs als auch Live – aus dem gesamten musikalischen Spektrum zu begeistern.

Die Auftritte und Partys in diesem Kreuzberger Club sind hauptsächlich Electro, House, Dubstep, Hip-Hop und experimentell angesiedelt.
Der Club folgt nicht den House- und Techno-Trends der Stadt, sondern setzt hauptsächlich auch auf alternative Genres wie Dubstep, Drum and Bass, Jungle, Garage und Elektro.
Das Ergebnis ist eine erfrischend andere Atmosphäre und ein anderes Publikum. Die Clubbesucher tanzen auf Plattformen und lassen richtig los.
Es ist eines der beeindruckenden Locations, das im Bezirk Kreuzberg zu sehen sind.
Der Club hat eine große Bühne, so dass er ist auch als ein Ort für viele Konzerte perfekt geeignet ist.

Das Gretchen ist schwach beleuchtet, das rote Neonlicht, das die Decke und die charakteristischen Innenbögen des Clubs erhellt, ist ausgeschaltet, während das Personal freundlich und die Getränke preiswert sind.

Neben der großen Tanzfläche finden sich immer genügend Plätze zum Sitzen und Chillen.
Oder um einen Drink an der Bar zu nehmen und sich zurücklehnen, um die einzigartige Atmosphäre zu genießen, die Club bietet.
Die Tür ist dafür bekannt, dass es keine Politik gibt, außer das man nicht zu betrunken, auf Drogen oder minderjährig sein sollte. Diese Mischung macht es zu einem Ort für alle, von jung bis alt, von reich bis arm oder anderen sozialen Grenzen.
Hier gab es wunderbarer Momente, unglaublicher Live-Acts, beeindruckender DJ-Sets und herausragender Auftritte besonders im Drum and Bass Bereich.
Die Philosophie der Betreiber war schon immer, neue Künstler und außergewöhnliche Musik zu fördern, was viel Liebe zur Musik, Graben, Forschen und Fokussierung auf die neuesten Trends bedeutet – oder besser: ein Geschmacksverstärker zu sein.
All die Arbeit, die sie investiert haben, zahlt sich definitiv aus. Ihr müsst nur sehen, wie die Leute das Gretchen nach einem DJ Set, Konzert, Party, einer Clubnacht oder einer anderen Veranstaltung erschöpft, aber mit einem großen Lächeln auf den Gesichtern, verlassen.

Christel

Drum and bass

Schon einmal im Gretchen gewesen? Was ist Drum and Bass? manchmal auch Drum’n’Bass, Drum Bass oder abgekürzt DnB, ist ein Genre der elektronischen Musik, das in Großbritannien, genauer gesagt in der Region Bristol, um 1996-1997 entstand, als der Amen Break durch den 2-Step ersetzt wurde und das Ende der Ära des Jungle2,3 einläutete. Der Begriff Drum and Bass entstand um 1992 als Bezeichnung für den Hardcore-Breakbeat. Sie zeichnet sich durch einen Breakbeat-Rhythmus, eine 2-Step-Rhythmusstruktur und schwere1 Basslinien mit niedriger Frequenz aus. Diese beiden Komponenten bilden die Essenz des Genres. Die Melodie ist normalerweise minimal und dient in der Regel als Betonung des Schlagzeugs, das extrem repetitiv ist. Drum and Bass kann mit schnell gesprochenen Texten unterlegt sein, die von einem MC rhythmisch begleitet werden.

Diese Musik wird in der Regel in Clubs und manchmal auf Freepartys gespielt. Außerdem entlehnt sie reichlich Klänge aus Jazz1, Ragga, Funk, Soul, Techno, Hip-Hop und sogar aus der klassischen Musik, vor allem durch die Verwendung von Samples. Diese Vielfalt an musikalischen Farben ermöglicht es, eine sehr unterschiedliche Palette an Emotionen auszudrücken, während das Tempo in der Regel zwischen 160 und 190 BPM4 liegt. Die Konstanz des Tempos ist ein Schlüsselelement der musikalischen Praxis des DJs. Hier sind einige einflussreiche Künstler und Labels aus dem Jahr 2015: Andy C (Gründer des Labels RAM), Friction (Gründer des Labels Shogun LTD), London Elektricity (Gründer des Labels Hospital), Noisia (Gründer des Labels Vision) und Goldie (Gründer von Metalheadz).

Merkmale
3:49
Eine Drum-and-Bass-Musik. Achten Sie auf den Rhythmus ab 0:15 und den Reese Bass ab 0:16, die charakteristisch für das Genre sind (Kredit: Temple Dab von Aces.R).
Es gibt viele Möglichkeiten, Drum and Bass zu definieren, da das Genre sehr eklektisch ist, von den mächtigen Schlagzeuglinien des Techstep ohne Vocals bis hin zu den entspannten Atmosphären des Liquid Funk. Das Genre wurde mit Jazz verglichen, wo der Hörer sehr unterschiedliche Klänge hören konnte, die aber dennoch aus derselben Musikrichtung stammen, denn wie Drum and Bass handelt es sich eher um einen Ansatz oder eine Tradition als um einen Stil. Die Klänge von Drum and Bass sind äußerst vielfältig, und jemand, der mit diesen Stilen nicht vertraut ist, wird möglicherweise nur wenige Ähnlichkeiten oder Unterschiede zwischen allen Untergenres finden.

Drum and Bass kann als ein streng elektronisches Musikgenre definiert werden, dessen Tempo zwischen 160 und 190 BPM liegt, mit einem synkopischen Rhythmus, der als 2-Step bezeichnet wird, und einem allgegenwärtigen Bass. Eine Live-Darbietung von Drum and Bass besteht oft aus einem DJ, der ein Stück nach dem anderen spielt, Effekte einsetzt und mit mehreren Plattenspielern, eventuell einem Computer und manchmal einem MC, der die Gesangsparts übernimmt und mit der Menge interagiert, mischt. Einige Gruppen (wie Pendulum oder Netsky bei einigen Konzerten) verwenden akustische oder verstärkte Instrumente wie Schlagzeug oder Synthesizer. Es gibt eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die den Sound von Drum and Bass definieren.

Der Name „Drum and Bass“ bedeutet nicht, dass die Stücke nur aus diesen beiden Elementen bestehen. Dennoch sind sie die vorherrschenden und wichtigsten Bestandteile eines Stücks. Trotz der für ein ungeübtes Ohr scheinbar einfachen Klänge wird von den talentiertesten Produzenten viel Zeit in die Vorbereitung der Stücke investiert.

Basslinien
Das Genre misst der Basslinie eine große Bedeutung bei: tief, offensiv und allgegenwärtig, die sowohl körperlich als auch auditiv empfunden wird. Es wird auch viel mit den verschiedenen Klangfarben experimentiert, die eine Basslinie annehmen kann, insbesondere im Techstep. Die Basslinie hat viele verschiedene Ursprünge, aber am häufigsten stammt sie aus gesampelten Quellen oder Synthesizern. Basslinien, die mit einem echten Bass erzeugt werden, sei es ein elektrischer, akustischer oder Kontrabass, sind selten. Gesampelte Basslinien werden oft von Kontrabassaufnahmen oder von öffentlich verfügbaren Loops (Musikschleifen) übernommen. Synthetisierte Basslinien sind am häufigsten.

Basslinien unterliegen zahlreichen und vielfältigen Effektmodulen wie Dynamikkompression, Flanger, Chorus, Overdrive, Equalizer etc. Es gibt auch spezielle Techniken wie den Reese Bass, der sehr oft gesampelt und bearbeitet wird, ausgehend vom Bass in Just Another Chance von Kevin Saunderson5. Dabei handelt es sich um einen Bass, der aus mindestens zwei sehr leicht verstimmten Synthesizern besteht, die oft Rechteck- oder Sägezahnwellen aussenden und so diesen unverkennbaren Klang erzeugen. Der näselnde, dicke Reese Bass wird von Komponisten wie Pendulum verwendet.

Schlagzeug
Kick: Ein großer, nach unten gerichteter Schlag (der Klang wird gedehnt), mit dem im Laufe der Jahre sehr viel experimentiert wurde. In der Tat wurde dieses Schlagzeugmuster verwendet, um kraftvolle Basslinien zu erzeugen. Diese Technik ist in einem Nachtclub oder auf einem Rave sehr beliebt, wo die Bassboxen in Verbindung mit leistungsstarken Verstärkern den spezifischen Klang der Roland TR-808 vollständig reproduzieren können, der manchmal so tief ist, dass er nicht mehr hörbar ist (aber körperlich spürbar[ref. notwendig]). Dies führte zur Schaffung großer und leistungsfähiger Soundsysteme, auf denen Produzenten ihre Stücke in einer Hi-Fi-Umgebung zu Gehör bringen konnten, wie z. B. Dillinjas Valve Sound System. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Musik nicht auch auf einem persönlichen Gerät genossen werden kann.

Die komplexe Synkope von Schlagzeuglinien, Breakbeats, ist eine weitere Facette der Produktion, mit der Komponisten einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Die Vorbereitung einer Schlagzeugphrase, die nur wenige Sekunden dauert, kann manchmal einen Tag oder länger dauern, je nachdem, wie viel Zeit der Komponist investiert. Bei den meisten Stücken wird der Breakbeat durch das Zusammensetzen eines Rhythmus aus separaten Samples von akustischen Schlagzeugelementen erzeugt. Das vor allem in der Anfangszeit am häufigsten verwendete Sample ist der Amen Break6, ein Break, der von den Winstons aus dem Stück Amen Brother gesampelt wurde. Dieser Break ist sehr energiegeladen und wurde auch früher schon häufig in der Jungle-Musik verwendet. Andere Samples hatten einen bedeutenden Einfluss, wie der Apache Break, der Funky Drummer und andere. Der Funky Drummer, der aus dem gleichnamigen James-Brown-Stück Funky Drummer stammt, hat das Amen in modernen Produktionen vielleicht ersetzt, aber das Amen wird immer noch als sehr energiegeladener Break anerkannt.

Ein weiterer häufig verwendeter Break ist der Tramen, ein kombinierter Beat, der vielleicht die ultimative Verschmelzung der musikalischen Mischung im Drum and Bass darstellt, da er das Amen, einen funky Breakbeat der Winstons und einen Drum and Bass-Breakbeat von Alex Reece vereint. Die sehr schnelle Schlagzeuglinie dieses Musikgenres bildet eine Leinwand, auf der der Komponist Stücke kreiert, die jeden Geschmack treffen können. Sie dient auch als musikalischer Hintergrund für alle Tracks, aus denen ein Stück besteht. Außerdem würde ein Drum-and-Bass-Stück ohne einen schnellen, gebrochenen Schlag zu einer Produktion, die als Gabber, Techno oder House bezeichnet werden kann.

Tempo
Das Tempo von Drum and Bass liegt normalerweise zwischen 160 und 180 BPM, aber es wird vereinbart, dass der Durchschnitt derzeit bei 175 BPM liegt, im Gegensatz zu anderen Breakbeat-Formen wie Nu Skool Breaks, die ein langsameres Tempo um die 120 und 140 BPM beibehalten. Eine allgemeine Erhöhung des Tempos war während der Entwicklung von Drum and Bass zu beobachten. Die ersten Old-School-Raves lagen 1989/1991 bei 125 und 135 BPM, die aufkommenden Formen des Jungle und des Hardcore Breakbeat (1992/1993) waren schneller: 155 bis 169 BPM, Künstler wie REMARC! haben 169,5 BPM. Seit etwa 1996 stagnieren die Drum-and-Bass-Tempi überwiegend zwischen 173 und 180 BPM. In letzter Zeit haben einige Produzenten wieder angefangen, Stücke in langsameren Tempi (d. h. 150 und 160) zu komponieren, aber das Tempo ~170 bleibt das Markenzeichen des Drum and Bass. Ein Stück, das die gleichen Elemente wie ein Drum-and-Bass-Stück kombiniert, aber ein langsameres Tempo hat (z. B. 140 BPM), würde als ein von Drum and Bass beeinflusstes Breakbeat-Stück gelten.
Die Geschwindigkeit von Drum and Bass ist ohnehin nicht nur durch den gebrochenen Beat gekennzeichnet. Drum and Bass hat eine Basslinie, die typischerweise mit der halben Geschwindigkeit des Schlagzeugteils gespielt wird, wodurch die Geschwindigkeit auf z. B. die eines Hip-Hop-Stücks reduziert wird. Ein Zuhörer oder Tänzer kann sich dann eher auf dieses Element als auf das schnellere Schlagzeug konzentrieren. Die Geschwindigkeit von Musik ist subjektiv. Ein aggressives Stück, das aus einem Beat und einem komplizierten Synthesizer besteht, kann schneller wirken als ein Stück, das aus Kontrabass-Samples, Gitarrenriffs und einem einfacheren Beat besteht, wobei zu beachten ist, dass das zweite Stück in Bezug auf die BPM schneller sein könnte. Im Radio gespielte Stücke wie Shake Ur Body von Shy FX sind manchmal schneller als die hemmungslosen Techstep-Stücke, die den Ungeübten leicht vom Dancefloor werfen können. Interessanterweise ist das Schlagzeugspiel umso weniger kompliziert, je schneller der Song in Bezug auf die BPM ist. Das liegt daran, dass die Schlagzeugelemente nicht mehr einzeln zu hören sind und eine Klangwand bilden, wenn das Tempo zu schnell ist. Ein schnelles Drum-and-Bass-Stück wird daher in der Regel eine weniger komplexe Schlagzeuglinie haben als ein langsameres. Live-Auftritte von Drum and Bass auf elektrischen oder akustischen Instrumenten erfordern oft eine relativ niedrigere BPM, was angesichts der Komplexität der Schlagzeugtakte und der hohen Anforderungen an den Schlagzeuger nicht verwunderlich ist.

Hintergrund
Drum and Bass ist eine Form der elektronischen Musik, die in der Regel für das Hören in Clubs konzipiert ist. In ihr sind alle Frequenzen vertreten, und die körperlichen Empfindungen, die sie vermittelt, können einfach nicht vollständig auf einer heimischen Musikanlage genossen werden. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Bass besonders ausgeprägt, tiefer und schwerer als bei anderen elektronischen Musikstilen. Daher wird bei Drum-and-Bass-Partys manchmal angegeben, dass sie Soundsysteme enthalten, die besonders reich an tiefen Frequenzen sind.

Es gibt jedoch viele Alben, die speziell für das Hören zu Hause konzipiert sind. Besonders beliebt sind CDs mit Mixen, die von einem berühmten DJ live oder am Computer erstellt wurden und Stücke enthalten, die sich für das Hören im Wohnzimmer eignen. Darüber hinaus gibt es auch Alben mit ungemixten Stücken, die sich perfekt für das Anhören zu Hause oder im Auto eignen, insbesondere solche aus dem Genre Liquid Funk.

Bedeutung des DJs und des MCs

Aphrodite bei Moscow action of the Pirate Station von 2009: Immortal, dem weltweit größten Festival für Drum and Bass[ref. notwendig].
Drum and Bass wird oft über einen DJ gehört. Tatsächlich sind die meisten Stücke im Hinblick auf ihre Struktur, die lange Intros und Outros enthält, die dem DJ das Beatmatching erleichtern, eher für den Mix gemacht als für ein ganzes Hörerlebnis. Der DJ mischt die Stücke generell so, dass der kontinuierliche Beat nicht verloren geht. Außerdem kann der DJ vom Hip-Hop übernommene Techniken wie Scratching, Double-Drop und Rewind anwenden.

Giovanna Pessi (Barockharfe), Susanna K. Wallumrød (Gesang), Jane Achtman (Viola da Gamba) und Marco Ambrosini (Nyckelharpa) bei der Yellow Lounge im Gretchen am 29.02.2012 in Berlin. DJs: Canisius und Sick Girls, VJ: videogeist Foto: Stefan Hoederath, +

Viele Mixe beginnen oder enden mit einem Drop. Der Drop ist der Moment, in dem ein Rhythmus- oder Basslinewechsel im Song stattfindet, und auf ihn folgt normalerweise ein Abschnitt, der durch seinen Aufbau und einen Breakdown erkennbar ist. Manchmal wird der Drop auch verwendet, um zu einem anderen Stück überzugehen, wobei Elemente aus den verschiedenen Stücken übereinandergelegt werden. Zu diesem Zeitpunkt können sich die beiden Platten einfach in einer ambienteren Phase befinden, aber manche DJs ziehen es vor, die Breakbeats zu kombinieren, eine schwierigere Übung. Manche Drops sind so beliebt, dass der DJ einen Rewind oder Reload macht, indem er die Platte dreht, um sie wieder an den Ausgangspunkt des Drop-Aufbaus zu bringen. Der Drop ist oft ein Schlüsselelement aus der Sicht des Dancefloors, da die Drumbreaks zurücktreten, um von einem Ambient-Intro neu zu beginnen. Wenn die Beats wieder einsetzen, sind sie oft komplexer und werden von einer stärkeren Bassline begleitet, wodurch die Menge zum Tanzen angeregt wird. Der Name eines Genres des Drum and Bass, Jump Up, bezieht sich ursprünglich auf den Drang der Sitzenden, in diesem Moment zu tanzen.

Untergattungen
3:01
Eine Drumfunk-Musik.
4:04
Eine Liquid-Funk-Musik.
Achten Sie auf die Melodiösität der Stimmen und Klänge sowie auf einen flüssigen Rhythmus.
Innerhalb der Drum-and-Bass-Gemeinschaft haben sich kleinere Initiativen gebildet, die nach und nach immer mehr in spezifischere Untergenres aufgespalten werden. Zu den gängigsten gehören: Neurofunk3, Liquid Funk3, Jump-up4,3,7, Darkstep4,3, Dancefloor DnB2, Deep DnB2, Drumfunk (Choppage oder Edits), Electrostep (oder Trancestep), Autonomic, Futurestep, Hardstep4,3, Intelligent Drum and Bass (Atmospheric oder Ambient)4, Jazzstep (oder Jazz and Bass)4,3, Sambass (oder Brazilian Drum and Bass)8 und Techstep3,9.

Die folgenden sind mehr oder weniger Subgenres im eigentlichen Sinne, zumindest würden sie so von ihren Stammkunden beschrieben werden:

Breakcore3: Sicherlich ein anderes Genre, aber kein Untergenre im eigentlichen Sinne, viele Unterschiede.
Darkcore3 (nicht zu verwechseln mit Doomcore): sowohl ein Vorläufer als auch ein Nachfahre von Drum and Bass, da Darkcore-Musikproduktionen dem Techstep nahe stehen, aus dem vier Stilrichtungen entstanden sind: Breakcore, schneller, verzerrter und häufig politisiert; Darkstep, eine harte und gewalttätige Version des Techstep; Neurofunk, eine Art harter futuristischer Funk, und schließlich Techo-Dnb, der von Proket und dem Label Offkey initiiert wurde. Darkcore ist die Musik der Cyberpunks.
Drill and Bass: Eine Mischung aus Breakcore und IDM. Zu den Pionieren dieses Stils gehören u. a. Aphex Twin und Squarepusher.
Drumstep: Das Genre greift das schnelle Tempo von Drum and Bass mit der rhythmischen Struktur von Dubstep auf. Der Wobble Bass in den mittleren Frequenzen ist ebenfalls sehr präsent, was das Genre klanglich dem Brostep sehr ähnlich macht.
Raggacore: Sicherlich ein anderes Genre, aber kein Untergenre im eigentlichen Sinne, es gibt viele Unterschiede. Es ist ein Untergenre des Breakcore.
Ragga jungle3: Sicherlich ein anderes Genre, aber kein Untergenre im eigentlichen Sinne – ein moderner, vom Dschungel inspirierter Sound, der den frühen Stücken des Dschungels sehr ähnlich ist – die beiden sind sogar schwer zu unterscheiden – vielleicht wegen der häufigen Verweise auf die Sounds von H.I.M. Haile Selassie oder Rastafarian. Dieser Stil ist ein direkter Verweis auf die Drum-and-Bass-Produktionen der Jahre 1994-1995. Allerdings enthalten mittlerweile sehr viele Produktionen Elemente von Reggae oder Dancehall, die einfach weniger dominant sind als früher.
Roller: Von einem Teil der Community oft als Subgenre betrachtet, ist es jedoch streng genommen keins10. Es handelt sich um einen Drum-and-Bass-Stil, der sich durch eine besondere Atmosphäre auszeichnet, mit schrillen, durchgehenden Basslinien während des Drop und einer Schleife aus sehr trocken klingenden Percussioninstrumenten.
Wie alle Versuche, Musikgenres zu klassifizieren oder zu definieren, ist auch die oben vorgenommene Klassifizierung keinesfalls als endgültig zu betrachten. Viele Produzenten veröffentlichen Alben, die in mehrere der oben genannten Kategorien eingeordnet werden könnten, und es gibt viele verschiedene Kriterien, die bei der Einordnung der Songs und der einfachen Definition eines Untergenres eine Rolle spielen. Insbesondere die Liste der potenziellen Subgenres ist keinesfalls als endgültig zu betrachten.

Ich jedenfalls werde noch viele Nächte im Gretchen dazu feiern.


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