11 Gedanken zu „Berghain Berlin » Wer reinkommt, ist drin.“

  1. Eins ist sicher
    Wenn ihr in Berlin seit, werden ihr zweifellos in fast allen Reiseführern den Hinweis auf diesen Ort finden. Er wird unter anderem als der Club mit der härtesten Gesichtskontrolle beschrieben, nicht nur in Deutschland, sondern wahrscheinlich weltweit.

    Die verbotene Frucht ist immer süß – zu dieser einfachen These: Berghain ist seit vielen Jahren ein Parasit: Jedes Wochenende schmachtet eine endlose Schlange vor dem Eingang des Clubs und Hunderte von Ausgestoßenen, die vom Berghain Bouncer gehört haben: „Nein, heute nicht“. Auch wenn ihr jünger als 21 Jahre alt sind solltet ihr gar nicht erst dorthin gehen.

    Die Eventlocation verdankt ihren Namen dem Zusammenziehen von Kreuzberg (ehemals West-Berlin) und Friedrichshain (ehemals Ost-Berlin).
    Der Nachtclub liegt also – versteckt, mit nur einem Supermarkt als häufigem Nachbarn – an der Grenze dieser beiden Berliner Bezirke.
    Begann 2004 als Reinkarnation des legendären aufgelösten Ostgut-Clubs, von dem das Berghain auch den Snax-Club übernahm, eine fetisch Tanzparty für Männer. Das kolossale Gebäude beherbergt neben dem Hauptclub selbst auch die Panorama Bar und das Lab.Oratorium, den nur für Schwule bestimmten Musikclub, der auch heute noch zu Ostern den berühmten Snax Club zum Leben erweckt.
    Also, der Tanztempel befindet sich im Gebäude des ehemaligen Kraftwerks, und es sieht so aus, als sähen die Clubs nicht so aus wie in unserem üblichen Sinne des Wortes. Es sieht eher wie ein Schul- oder Universitätsgebäude aus Russland.

    Der beste Weg dorthin führt vom Bahnhof Warschauer Straße zu Fuß, wenn nicht sogar mit dem Taxi – direkt von der Brücke aus seht ihr ein großes Metro Gebäude – geht zu Fuß immer in diese Richtung oder parkt dort. Irgendwann seid ihr da. Herzlichen Glückwunsch – Du bist da!

    • Wann ist die beste Zeit ins Berghain zu kommen?
      Es ist auch sehr wichtig, sich zu überlegen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit Ihr in den Club gehen wollt. Eine gute Zeit echte Berliner zu treffen Donnerstag oder Sonntag.
      Einheimische Berliner wissen sehr wohl, dass Berlin freitags und samstags voller Touristen ist, und diese Nächte sind eher „kommerzielle“ Partys, aber am Sonntag versammeln sie sich dann im Berghain.

      Aber auf der anderen Seite ist es am Samstagabend leichter, die Gesichtskontrolle zu bestehen, weil sie an diesem Tag wohl nicht so streng ist wie beispielsweise am Sonntag.

      Wir raten euch, in der Nacht von Samstag auf Sonntag (ungefähr nach 4 Uhr morgens) zu kommen, um einen Stempel zu bekommen, und dann am Sonntag nach 18 Uhr wiederzukommen – das ist die beste Zeit in Berghain – keine Touristen, nur Ihre eigenen.

      In den sozialen Medien werden die Partys im exzentrischen Nightclub als „Sonntagsmesse in der Kirche“ bezeichnet. Natürlich ist dies eine andere Art von Spiritualität, als wir sie normalerweise in einer Kirche erleben. Im Berghain inside, das das Tageslicht meidet, finden von Freitagabend bis Montagnachmittag Marathon-Partys statt. Mit ‚dunklen Räumen‘, wo vieles möglich ist. Spiegel sind verboten, man darf sich hier bei der Messe nicht erschrecken.
      Ja, und noch ein für viele Menschen ungewöhnlicher Moment – die Party beginnt am Samstag um Mitternacht und endet am Montagmorgen. Für diejenigen, die zwei Tage lang nicht nach Hause gehen, werden im Haus an den Bars Snacks, Schokolade und Obst zur Erfrischung verkauft.

  2. Freiräume für das hedonistische Partyvolk
    Seit 2004 pilgert die internationale Partyszene in den klotzigen Betonbau, einem ehemaligen Heizkraftwerk aus den 1950er-Jahren, der auch in seiner jetzigen Bestimmung für die Aufheizung der Gemüter sorgt. Über eine breite Stahltreppe geht es vom unteren Geschoss in die großen Halle mit einer Deckenhöhe von 18 Metern, in der getanzt wird. Außerdem befinden sich dort noch zwei Bars und Darkrooms. Ein Stockwerk darüber liegt die Panoramabar, deren Fenster Blicke nach draußen erlauben.
    Partyvolk und Lichtgestalten im Berliner Club Berghain . Schließlich steht der Club wie kein anderer für Freiräume, die anderenorts längst nicht mehr existieren. Berlins heißester Club. Freiräume für Hedonisten, die sich gerne ungezwungen treiben lassen.
    Sie kamen hierher, weil es ihre Welt, ihre Regeln, ihr Leben ist, und wenn man sie nicht so akzeptiert, wie sie sind, wird man nie ins Berghain kommen.
    Dabei ist es unwichtig, wer hetero, schwul, lesbisch oder transgender ist. Sicher ist nur: Der Flirtfaktor ist hoch, der Lustgewinn garantiert.

  3. Die Berghain Mythen – Es ist sicherlich der bekannteste Club in Berlin. Die Schlange vor den Toren des Techno-Tempels ist lang und der Zugang schwierig.

    • Sie sind in Berlin und möchten abends ausgehen, die Stadt genießen? Möchten Sie neue Erfahrungen ausprobieren? Dann brauchen Sie nur noch hier hin zu gehen, in dem relativ untypischen Bezirk Berlin-Friedrichshain. Dieses Partytempel ist einer der unbekanntesten Orte der Stadt, in dem Sinne, dass er ein sehr beliebter Ort ist, aber nicht viele Menschen ihn regelmäßig betreten können bzw dürfen.
      Das Berghain – der Name setzt sich aus dem Bezirksnamen Friedrichshain-Kreuzberg zusammen – liegt in der Nähe des Ostbahnhofes und bietet zwei Clubs in einem.
      Neben dem Berghain findet man noch die Panorambar. Im Grunde genommen ist die nichts anderes als ein zweiter Floor, bloß in einer anderen Etage.
      Was ist der Ort vor allem? Ein Nachtclub, in dem die Atmosphäre der Umgebung die Besucher süchtig macht, ein Ort, an dem alle Tabus und Regeln aufgehoben sind. Eine Örtlichkeit, an dem junge Menschen gerne zusammenkommen, um mehr zu tun als nur zu feiern.

      Die Location gilt als „der beste Nachtclub der Welt“, was sich leicht erklären lässt: Die Musik auf den Dancefloors besteht hauptsächlich aus House, Electro, also ein Sound, der rockt und zum Vibrieren bringt. Deshalb werden junge Menschen von diesem Ort angezogen, ja sogar fasziniert.
      Im Club darf weder fotografiert noch gefilmt werden. Die Gäste sollen sich unbeobachtet fühlen und sich der Musik hingeben. Und das tut die Partygemeinde mit der allergrößten Wonne: Da zappeln Jungs mit vielen Piercings zu den schnellen Beats, muskelbepackte Bartmänner wiegen sich in knappen Lederhosen oder Sportswear und leicht bekleidete Mädels zeigen freizügig ihre kunstvollen Tattoos.

    • Denken Sie daran, dass die Türpolitik bei der Auswahl seiner Clubber sehr streng ist: Es ist ein sehr beliebter, aber selektiver Ort, so dass Sie nicht sicher sind, ob Sie dort auch Einlaß gewährt bekommen.
      Sowohl Touristen als auch Berliner sind nicht gerade bekannt dafür, dass sie sich geduldig in Schlangen gruppieren, wenn sie irgendwo Einlass begehren. Nicht so vor dem bekanntesten Club der Stadt, dem Berghain. Dort bildet sich jedes Wochenende eine geduldige Schlange aus internationalem Partyvolk und Einheimischen, von denen jeder hofft, dass die gestrengen Türsteher die Wartenden als würdig erachten, eingelassen zu werden.
      Wer ein Faible für elektronische Musik hat, ist hier genau an der richtigen Adresse. Der legendäre Klub durfte sich 2009 mit dem Titel „bester Techno-Club der Welt“ schmücken. Doch worauf können sich Partygänger in diesem Vergnügunstempel freuen?

      Auf den ersten Blick vermittelt der Berghain Club das Bild eines schäbigen alten Gebäudeklotzes, fast schon gruselig, doch dahinter verbirgt sich eine Art Vergnügungsdampfer.
      Das Berghain innen gilt nach wie vor als heißester Club der Stadt, ein Hort sinnlicher Ausschweifung und ausgedehnter Tanzmarathons zu Techno und House.
      Der Kontrast zwischen dem Bild, das man vom Club hat, den Vorurteilen, die man laut Hörensagen hat, und der Realität ist beeindruckend. Der Club genießt einen besonderen Ruf, den es ausgiebig zur Selbstdarstellung nutzt. Deshalb kultiviert der Ort ein gewisses Mysterium, besonders für diejenigen, die neu im Berliner Nachtleben sind.
      Wenn Sie an den Türstehern vorbei sind wird das Gebäude seine drei Stockwerke enthüllen. Während der erste nur eine Vorspeise für Ihren Abend sein wird, werden die beiden anderen Stockwerke die einer perfekt kontrollierten Zügellosigkeit sein, wo sich die Menschen ohne Scham miteinander verbinden.
      Und da man sich nicht umsonst „bester Techno Club der Welt“ nennen durfte, geben sich hier weltbekannte DJs die Klinke in die Hand. In Kombination mit dem fantastischen Soundsystem und den elektronischen Beats kann man im Haus das ganze Wochenende ohne Pause tanzen und feiern.

      Es ist diese Art von Vergnügen, die dazu beiträgt, das Interesse an diesem Nachtclub zu verstärken, der gleichzeitig ein gewisses Mysterium kultiviert und dabei immer sehr selektiv bleibt. Die dritte Etage ist die der Panorama-Bar, die eine Tanzfläche enthält, auf der Sie sich austoben können.

      Schließlich herrscht im Club ab Freitag bis Sonntag rund um die Uhr Partystimmung. Unter der Woche geht es in der Location etwas entspannter zu. Denn neben Clubbings und Parties werden in der Location auch Lesungen und Workshops abgehalten.

    • Man merkt aber schnell, wie vielfältig und unterschiedlich die Klientel des Clubs ist: Dieser Techno-Club, mit Dancemusik hauptsächlich von House bis Electro ist einer der beliebtesten Orte, um mit Freunden in Berlin auszugehen.
      Doch natürlich hat ein Club mit dem Ruf des Berghains seinen Preis. Der Eintritt kostet mindestens 18 Euro, wobei die Türsteherpolitik ein Thema für sich ist. Feste Kriterien, die den Zutritt gewähren, gibt es nicht. Die Entscheidung, ob euch der Türsteher hereinlässt oder nicht, hängt oft, wie oben beschrieben, von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

      Was kann man mehr sagen, als dass die Klientel recht kosmopolitisch, sehr vielfältig ist. Die Menschen, die in diesen Club kommen haben nur eine Absicht haben: sich auszutoben. Dieser Club ist nichts für Schüchterne, denn das leicht beängstigende Aussehen des Clubs, der Ort war früher ein Kraftwerk, trägt nur noch mehr zum Mysterium und zur Bedeutung des Mythos bei, ebenso wie es den Wunsch der jungen Leute verstärkt, diesen Club nachts betreten zu können und so eine unglaublich ungewöhnliche Nacht zu verbringen.

      Dabei muss noch erwähnt werden, dass es für Männer leichter ist, ins den Hauptsaal bzw. die Panorambar zu kommen. Denn der Club ist auch ein bekannter Treff für Homosexuelle. Entsprechend findet man einige Darkrooms.

      Überzeugt? Tatsache ist, dass das Berghain heute vor allem diese mysteriöse Seite hat, die faszinierend und berauschend zugleich ist. Da die Menschen nicht wissen, was wirklich dort passiert, wie die Abende verlaufen, haben sie nur einen Wunsch: sie wollen rein, damit auch sie den moralischen und körperlichen Rausch schmecken und fühlen können.
      Es ist wirklich ein mythischer Ort für alle, die Berlin anders sehen wollen, aus einem anderen Blickwinkel. Das Nachtleben Berlins ist schon einmalig, aber hier auf diese Friedrichshainer Seite einmaliger!
      Es ist ein verrückter, aufregender, gruseliger Ort, aber gleichzeitig so attraktiv für junge Leute, die auf der Suche nach neuen Erfahrungen sind.

  4. Man beginnt, den Unterschied zwischen dem Berghain und anderen Clubs zu erkennen. Und ich spreche nicht von der sexuellen Praxis, sondern von der Freiheit, sie ausüben zu können oder nicht, und zwar ganz einfach von der Freiheit. Jeden Abend lässt der Tempel jenes starke Gefühl der Verbundenheit wieder aufleben, das all jene, die nicht in die Gesellschaft passen, schon in den Clubs spüren konnten, als Techno noch jung und unverstanden war. Um diese besondere Atmosphäre zu erhalten, sind der Türsteher Sven und seine Gefolgsleute so hart, die genauen Aufnahmebedingungen sind noch unbekannt. Und vor allem jetzt, da der Club weltweit bekannt ist und die Gentrifizierung des Kreuzberger Stadtteils in vollem Gange ist. Und wenn tausend Menschen abgewiesen werden müssen, damit hundert es genießen können, so ist das Leben.
    Aber auch viele andere Clubs sind einen Besuch wert.

  5. Überall knutschen Menschen mit in Alkohol kandierten Zungen.
    Das Berghain scheint der Club der Rekorde zu sein. Das beste Soundsystem, der beste Techno-Club, der ausgewählteste und berühmteste Türsteher (ja, sogar der Türsteher ist ein Promi), die längsten Wartezeiten und paradoxerweise ist es auch der berühmteste Underground-Platz der Welt.
    Der Club, hervorgegangen aus dem ehemaligen Ostgut, welcher 2003 schliessen musste, befindet sich im Stadtteil Friedrichshain, in der Nähe des Ostbahnhofs.
    Ursprünglich, als der Klub noch Ostgut hieß, bevor er von den Behörden zur Schließung gezwungen wurde, war das Publikum in Ostgut überwiegend homosexuell, aber seit der Eröffnung des neuen Klubs im Dezember 2004 ist es immer vielfältiger geworden, was das Profil des Klubs sehr kosmopolitisch und international macht.

    Die überwältigende Schönheit des Ortes, ein riesiges, in Dunkelheit getauchtes Betonschiff, das den Club wie eine Kathedrale aussehen lässt, hat wesentlich zu dem Mythos beigetragen, der das Berghain heute ausmacht.
    Der Club ist in einem ehemaligen stillgelegten Kraftwerk im stalinistischen Stil untergebracht: ein architektonisches Ensemble aus Beton und Eisen.
    Das Mekka des Techno verdankt seinen Namen den beiden Berliner Bezirken an seiner Grenze: Friedrichshain und Kreuzberg, die einst durch eine vier Meter hohe Mauer getrennt waren. Es ist also nur natürlich, dass diese Orte zu einer Bastion der Gegenkultur und des Untergrunds geworden sind.
    Das Gebäude zeichnet sich durch seine großen Abmessungen und insbesondere durch seine über 18 Meter hohen Decken aus.
    Der Club, wie oben beschrieben, ist in einem ehemaligen Kraftwerk untergebracht, einem imposanten Betonbau, der heute mit dem lebendigen Rhythmus des industriellen Erbes der deutschen Hauptstadt schwingt.

    Aber wie erreicht man einen solchen Bekanntheitsgrad und vor allem, wie hält man ihn seit nunmehr fünfzehn Jahren, kurz: Was ist wirklich los am Berghain?
    Das Gebäude wird nur zur Hälfte genutzt und die Eventlocation bietet derzeit Platz für 1500 Personen. Der Club ist in vier Stockwerke unterteilt, von denen das letzte die Panorama-Bar beherbergt.

    Der Musikstil des Hauses ist im Wesentlichen Techno, Minimal-Techno, wobei die Panorama Bar mehr auf House-Musik ausgerichtet ist.

    Seit der Gründung des Clubs im Jahr 2004 gilt der Ort als die härteste „Tür“ in der Stadt.
    Die Türsteher, darunter der rätselhafte Star-Pförtner Sven Marquardt, dessen mit Dornen und Stacheldraht tätowiertes Gesicht zum Wahrzeichen des Clubs geworden ist, werden diesem Ruf gerecht.
    Mit einem Blick suchte er aus der Menge die wenigen Auserwählten heraus, die den Techno-Tempel betreten durften, in dem nicht nur ein, sondern gleich zwei Clubs beheimatet sind: das Berghain und die Panorama Bar.

    Das Berghain hat sich einen weitreichenden Ruf für den Inhalt seiner hedonistischen und dekadenten Nächte erworben, da der Club über zwei Hinterzimmer verfügt und seine Klientel als recht liberal gilt.
    Im Berliner Nachtleben ist das Gebäude mit seinen Partys ein Muss für Liebhaber elektronischer Musik auf der Durchreise durch die deutsche Hauptstadt.

    Der Club hat weiterhin auch den Ruf, den besten Sound der Welt zu haben, gespielt von Funktion-One 1-Lautsprechern, aufgestellt von der Firma Schalldruck Berlin, aber auch dank der besten DJs der weltweiten Techno-/Elektro-Szene, die dort von Freitag bis Montag auftreten.
    Von der großen Tanzfläche bis zur kleineren, aber nicht weniger hektischen Panorama-Bar gibt es Musik von erstaunlicher Intensität und beachtlicher Energie.
    Mit einer soliden Riege von Resident-DJs, angeführt von Ben Klock und Marcel Dettmann, und dem eigenen Label Ostgut Ton symbolisiert die Marke neben einer umfassenden Konzeption der Party eine zukunftsweisende Vision der elektronischen Musik.

    Ja, das Berghain in Berlin ist fast jede Nacht in der Woche, aber auch durchgehend von Samstagabend bis Montagmorgen geöffnet. Daraus ergibt sich die Bedeutung des Open Air Bereichs, in dem man Luft ohne Schweißgeruch atmen kann, wenn man einen festlichen Marathon von mehr als 24 Stunden Dauer ausprobieren möchte.

    Es wird oft als „der wahrscheinlich beste Nachtclub der Welt“ beschrieben und von DJ Mag fast jährlich unter die Top 100 Clubs der Welt gereiht.

    Der Nightlife Club erlangte wegen der vielen Besonderheiten, die der Club pflegt, schnell einen fast mythischen Ruf. Zum Beispiel ist es streng verboten, im Club zu fotografieren. Die Gäste werden am Eingang genau durchsucht, um die Kameras zu beschlagnahmen.
    In diesem Sinne ist es das, was der Philosophie des Ortes entspricht, die darin besteht, dem Zuschauer die größtmögliche Freiheit zu bieten, zum Akteur des gegenwärtigen Augenblicks zu werden und die „Berghain-Erfahrung“ in all ihren Möglichkeiten zu leben. Wir knutschen, wir reiben, wir berühren uns überall ein bisschen, aber immer mit Respekt und Zustimmung. Hier gibt es keine Hand in den Arsch, sondern auf jedem Stockwerk Hinterzimmer, in denen Sie Ihre Sexualität und Ihre Partner erforschen können.
    Bereiten Sie sich darauf vor, ein gejagter Jäger zu sein, denn der Tanztempel ist, historisch und tatsächlich, ein Schwulenclub. Frauen und Heteros werden natürlich akzeptiert und finden sich eher in der Panorama Bar wieder, obwohl es dafür keine Regeln gibt.
    Aber es gibt noch einen dritten Raum: das Oratorium des Labors. Dieses Untergeschoss des Clubs ist durch einen anderen Eingang zugänglich und ist den Männern, den echten Männern, vorbehalten.
    Sie dürfen kein Parfüm tragen, und es wird Ihnen auf jeden Fall empfohlen, Ihre „normale“ Kleidung in der Garderobe zu lassen, um an den Themenabenden teilzunehmen, über deren Inhalt Sie sich vorher informieren sollten.

    Die örtlichkeit hat auch eine sehr strenge Auswahlpolitik am Eingang eingeführt.
    Das kann oft passieren: Du wartest, du wartest… Und du kommst nicht rein.

    Die Auswahl ist auf den ersten Blick eher unvorhersehbar: Keine Regel (der Kleiderordnung, das Geschlechts, das Aussehen, der Blick, deine Begleiter, die Uhrzeit, das Alters oder des Bekanntheitsgrades) garantiert den Eintritt in den Club. Schwarze Kleidung würde helfen, nicht abgewiesen zu werden, wohl auch nur eine Legende.
    Die Schlange kann zu jeder Nachtzeit lang sein und… auch am Tag, wobei der Club nur am Montagvormittag geschlossen ist.

    Wenn Sie das Glück haben, hineinzukommen, werden Sie zuerst von den hohen Decken und den Gemälden im großen Saal schwärmen. Es sollte dafür aber genug Licht vorhanden ist, um sie zu sehen. Darüber hinaus müssen Sie die Höhe wählen, auf die Sie steigen möchten. Eine erste Treppe führt Sie in den Hauptsaal, der vom puren und harten Techno der Gast Djs und der Resident DJs beschallt wird. Im Obergeschoss befindet sich die Panorama Bar, die leiseste Bühne mit ihrer Hausmusik und ihren manchmal tagsüber geöffneten Fensterläden.
    Neben seinem anspruchsvollen Musikprogramm besticht der Club durch seine hedonistischen Clubgänger in extravaganten Outfits mit einer bemerkenswerten Vorliebe für Leder, Ketten und nacktem Fleisch und der elektrischen und lasziven Atmosphäre, die auf seinen Tanzflächen und in seinem Labyrinth aus dunklen Ecken herrscht.

    Jeden Samstag um Punkt 23.59 Uhr beginnt die berühmte „Klubnacht“ im Berghain, eine „Clubnacht“, die sich bis zum Montagmorgen erstreckt. Eine endlose Schlange, es ist hingegen nicht ungewöhnlich, mehrere Stunden warten zu müssen, bildet sich entlang des Feldweges, der zum Club führt, der zu dieser Stunde in einer verlassenen Einkaufszone liegt. Das imposante Gebäude stammt aus der Zeit, als dieser Teil der deutschen Hauptstadt noch Ost-Berlin hieß, wo ein Kraftwerk den Bezirk Friedrichshain versorgte.

  6. Partyfeiern ist etwas sehr Ernstes, für Spaß sollte man woanders hingehen.

    Das Berghain ist kein schwuler Club per se aber viele der Besucher sind es. Von ausschweifendem Partyleben Gezeichnete bilden einen großen Teil der Besucher.
    Es ist ein Techno-Club in Berlin-Friedrichshain und befindet sich in einem ehemaligen Heizkraftwerk auf dem Gelände des alten Ostbahnhofs. Der Club liegt nur wenige Minuten vom Ostbahnhof entfernt und lässt sich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sei es S- bzw. U-Bahn oder Bus, erreichen.

    Es ist Mittag an einem sonnigen Sonntag. Während halb Berlin sich zum Brunch hinsetzt, ist dies das erste Mal, dass sich einige dieser Leute das ganze Wochenende hinsetzen.

    Sechs hemdlose Männer, die wie russische G.I.-Joe-Figuren aussehen – Stiefel, Mannschaftsschnitte und graue, mit Säure gewaschene Jeans – rasten gegeneinander; neben ihnen sitzt eine Gruppe von Ravern aus Detroit im Exil, die sich eine Zigarette teilen, und drei deutsche Mädchen räkeln sich lachend auf perfekt manikürtem Gras.
    Alles in der Outdoor Fläche.
    Dieser Innenhof ist nur ein Teil des großen, surrealen Labyrinths eines der erstaunlichsten Clubs der Welt, der Panoramabar/Berghain. Er wurde in einem stillgelegten Kraftwerk aus den 1950er Jahren erbaut, und seine schweren Betonwände enthalten drei Stockwerke wahrer Verwüstung.

    Kaum ein Berliner Club der Neuzeit hat einen solchen Hype erlebt wie das Ostgut. Bis der Vorgängerclub des Berghain mit dem Fetischclub Laboratory und der inzwischen ebenfalls legendären Panoramabar an der Seite zu dem Berliner Kultklub wurde, mussten die Betreiber allerdings so manche Durststrecke überstehen.
    Bis 2003 veranstaltete der legendäre Techno-Club „Ostgut“ schillernde Techno-Parties in der außergewöhnlichen Location..

    Beinahe über Nacht wurde dann das Ostgut zu dem Berliner Techno-Club, der dank rigider Türpolitik durchaus auch gefürchtet war. So passierte es, dass man selbst gebuchte DJs nicht einließ.

    Doch für die O2-World musste der Club abgerissen werden.

    Als das Ostgut im Jahr 2002 geschlossen wurde, hinterließ es eine extrem aktive Gefolgschaft, die sich über Internetforen austauschte und andere Locations zu ihrer Homebase machten, nur um gemeinsam die ostgutleere Zeit zu überstehen. Kaum einer Neueröffnung gingen so viele Gerüchte über angebliche Termine und Orte voraus, wie damals bei der Rückkehr von Panoramabar und Berghain. Seit dem Winter 2004 wird nun in der weitaus größeren und neueren Location, dem Berghain, weitergefeiert.

    Man betritt das hämmernde Techno des dunklen, grüblerischen Nightclub (so genannt, weil das Gebäude an der Grenze zwischen Kreuzberg/Friedrichshain liegt), steigt dann eine Treppe hinauf zur Panoramabar, wo erfahrene Clubbesucher unter gigantischen Fotos von Hintern und Genitalien und Fenstern mit Blick auf Ost-Berlin in Schweiß ausbrechen und unter dem Techno-House tanzen.

    Die örtlichkeit steht für Berliner Techno und Elektro mit internationalen Gästen.
    Hauptsächlich wird Techno und minimalistische Musik gespielt, aber zudem legen auch bekannte House- und Electro-DJs in der Panorama Bar auf.

    Aus dem ohnehin schon mysterisches Berghain steigen die Hardcores in The Laboratory ab, einen schwulen Sexclub im Keller.
    Ein weiteres besonderes Merkmal des Clubs ist, dass es keine Spiegel bzw. keine spiegelnden Flächen gibt, um den Besucher ein hohes Maß an persönlicher Freiheit zu gewähren.

    Die Panoramabar hat eine „No-Idiots Door Policy“; ansonsten ist sie absolut demokratisch…
    Es gibt keine spezielle Gästeliste, keine VIP-Räume, und es sind keine Kameras erlaubt. Die Idee ist es, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem jeder sich wohl fühlt und tun kann, was er will.

    Das ist das Mantra der Gründer des Clubs , das sie von ihren Anfängen als Förderer schwuler Fetischparties bis zu ihrer Blütezeit als Gründer des Ostguts, eines äußerst beliebten Ostberliner Clubs, der von 1995 bis 1999 bestand, begleitet hat.

    Die Panoramabar mag ein Mega-Club sein, aber sie verhält sich nicht wie einer. Er hat keine Unternehmenssponsoren, keine Logos, und er ist in einer unmarkierten Einfahrt versteckt. Obwohl er beworben wird, fühlt er sich immer noch wie ein Geheimnis an.
    Sie können den Sound des Clubs über das neue Ostgut-Label des Clubs hören, aber es gibt keinen Ersatz dafür, die Panoramabar selbst zu erleben. „Das ist der intensivste Ort, an dem ich je gespielt habe“, sagt manch ein berühmter DJ. Das Publikum ist wild, aufgeschlossen und feierfreudig.
    Manchmal bin ich so bewegt, dass mir die Tränen in die Augen steigen.

  7. Ich war das erste Mal in den heiligen Hallen und ich bin begeistert! Willkommen in Metropolis.
    Panoramabar und Berghain sind zurzeit ohne Zweifel Berlins aufregendste Party Locations. Es ist keine Ruine oder Brache und trotzdem strahlt die Industriearchitektur eine faszinierende Rohheit aus. Die örtlichkeit ist gigantisch hoch.
    Es kursieren viele Gerüchte zB über Leute, die ihre Sexualität ganz öffentlich in halbdunklen Ecken zeigen und ähnliches.
    Aber ganz so schlimm fand ich alles doch nicht oder ich hab’s einfach nur nicht gesehen. Die Musik war der absolute Hammer! Panoramabar: feinster Electro, Berghain: Techno, experimentelle Musik.
    Im Foyer und Garderobenbereich hängen riesige Kunstwerke. Nach Durchschreiten gelangt der Besucher in den Clubbereich. Hier erwartet den Besucher eine atemberaubende Konstruktion aus Stahl, Beton und Glas.
    Die Tanzfläche befindet sich auf einer höheren Ebene. Geht man die Treppe weiter hoch, gelangt man zur Panoramabar. Diese setzt ebenfalls Maßstäbe. Auch hier gibt es Kunst. Die Bar aus Hartgummi und der Ausblick aus den hohen Fenstern setzen weitere Highlights.

    So gegen 2 Uhr war’s noch „relativ“ leer, aber so ab 4 bis 7, als ich ging, war es in der Panoramabar mega voll. Der Ort ist mit einer der geilsten Funktion-One-Anlagen ausgestattet, die die Party dort noch geiler macht.
    Es lief dort ein etwas, für meinen Geschmack, zu harten Techno, aber er machte mir Lust mitzutanzen, weil man so was auch nicht überall hört.
    Das Areal besitzt 2 Dancefloors: das Berghain heute und die Panorama Bar, welche sich, wie gesagt, in der oberen Etage befindet. Der Club zeichnet sich aus durch seine minimalistische Innenarchitektur, in der Stahl und Beton dominieren. Des Weiteren verfügt der Club, neben den 2 Dancefloors auch über 2 Darkrooms.

    Als klitze kleinen Minuspunkt, der aber nicht weiter ins Gewicht fällt, ist die Lautstärke der Soundanlage im Club. Fand es doch etwas sehr laut und hab mir Taschentücher in die Ohren stopfen müssen. Ich habe gesehen hab, dass ich nicht die Einzige war…
    Die Preise der Bar waren in Ordnung.
    Noch kurz was zum Club selbst: Riesig und hat auf jeden Fall seinen ganz eigenen Charme. Große Dancefloors machten das Tanzen angenehm, obwohl es in der Panoramabar teilweise sehr eng war.

    In den Sommermonaten wird zusätzlich zum Club der große Garten mit Bar und DJ Musik geöffnet.
    Durch sein außergewöhnliches, aber vor allem auch ungewöhnliches Flair hat es der Club nicht nur zur „Szene-Location“ in Berlin geschafft, sondern besitzt mittlerweile einen sehr guten Ruf als eine der besten Techno-Locations weltweit.

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